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Krawallort Ferguson: „Donald Duck“ verhaftet deutsche Journalisten

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Krawallort Ferguson: „Donald Duck“ verhaftet deutsche Journalisten

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Nachdem die Krawalle in der Kleinstadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri nicht aufhören, greift die Polizei hart gegen Demonstranten durch. 78 Personen wurden festgenommen, Tränengas und Blendgranaten gegen Randalierer eingesetzt. Die Polizei präsentiert sichergestellte Molotow-Cocktails und ruft zu Ruhe auf:

“Ich möchte die guten Menschen dieser Region ermutigen, am hellichten Tage zu demonstrieren. Erheben Sie Ihre Stimme, wenn man Sie sehen kann und wenn Sie kein Schutzschild für gewalttätige Agitatoren sind”, sagte Captain Ron Johnson von der Missouri Highway Patrol.

Auch mindestens neun Journalisten wurden festgenommen, darunter drei deutsche. Sie berichteten über Polizei-Willkür. Dem “Welt”-Korrespondenten nannte der verantwortliche Polizist “Donald Duck” als seinen Namen.

Auch Reporter der “Washington Post” und der “Huffington Post” wurden vorläufig festgenommen. Ein Kamerateam von “Al Dschasira” war nach eigenen Angaben mit Gummigeschossen und Tränengas angegriffen worden.

Zur Beruhigung der Lage schickt US-Präsident Obama Justizminister Holder nach Ferguson. Eine Grand Jury soll entscheiden, ob gegen den Polizisten, der den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen erschossen haben soll, Mordanklage erhoben wird. Die Leiche des Jungen weist sechs Einschüsse auf. Die Tötung des Jugendlichen hatte die Proteste und Krawalle ausgelöst.

Weiterführende Links

Berichte der deutschen Korrespondenten über ihre Festnahme:

Der Standard: Frank Herrmann über seine Festnahme: "Hände auf den Rücken, das Plastikband festgezurrt"

RP-online: RP-Reporter Frank Herrmann in USA festgenommen "Völlig absurde Vorwürfe"

Die Welt: Der Tag, an dem die US-Polizei mein Feind wurde

bild.de: Festgenommener BILD-Reporter wieder frei!

Lokalfernsehsender

KSDK NEWSChannel 5 (NBC)

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