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Ungarn: Das Picknick vor dem Fall der Berliner Mauer

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Ungarn: Das Picknick vor dem Fall der Berliner Mauer

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Ein paar belegte Brote führten vor 25 Jahren zum Fall der Berliner Mauer: Ungarn und Österreich hielten am 19.August 1989 an der gemeinsamen Grenze ein “Paneuropäisches Picknick” ab. 700 DDR-Bürger nutzen die damit verbundene Grenzöffnung zur Flucht in den Westen.

“Deutschland und Ungarn rückten damals enger zusammen, denn ab dem Picknick wurde der Eiserne Vorhang durchlässiger”, so der Euronews-Reporter. “Die Beziehungen sind heutzutage abgekühlt, aber die Deutschen werden nie vergessen, was hier passierte.”

Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban sagte bei den Feierlichkeiten in der Stadt Sopron, in Ungarn habe damals der Westen als Modell gegolten. Nun verfolge man ein ungarisches Modell.

Der deutsche Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer betonte, die deutsche Wiedervereinigung bleibe untrennbar mit dem Paneuropäischen Picknick verbunden.

“Nur die Ungarn verdienen den Applaus”, so ein ehemaliger DDR-Bürger in Sopron, der damals an dem Picknick teilnahm. “Es ist unglaublich. An diesem Ort wurde Geschichte geschrieben. Keine Frage, hier wurde Geschichte geschrieben.”

Die ungarischen Grenzsoldaten reagierten damals besonnen auf die Massenflucht der DDR-Bürger und schritten nicht ein. Einen Monat später öffnete das Land dann endgültig seine Grenzen für die DDR-Bürger. Der Eiserne Vorhang wurde von da an immer durchlässiger, am 9. November fiel die Berliner Mauer.