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Deutschland erklärt sich zu Waffenlieferungen an die irakischen Kurden bereit

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Deutschland erklärt sich zu Waffenlieferungen an die irakischen Kurden bereit

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Die deutsche Bundesregierung hat sich grundsätzlich bereit erklärt, Waffen an kurdische Einheiten im Irak zu liefern.

Zwar gelten die kurdischen Peschmerga als unverzichtbarer Faktor zur Eindämmung der Jihadisten des Islamischen Staats. Wie motiviert sie langfristig sind, im Irak mehr als nur die eigenen Interessen zu verteidigen, bleibt aber unklar.

Deshalb will Deutschland zunächst nicht-tödliche Ausrüsten schicken und etwaige Waffenlieferungen möglichst gezielt durchführen.

“In enger Abstimmung mit unseren europäischen und internationalen Partnern wollen wir das in einem Umfang tun, der die Fähigkeit der Peschmerga zur Verteidigung stützt und stärkt”, sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. “Wir sehen die Risiken, die damit verbunden sind, sie liegen auf der Hand. Wir werden deshalb mit großem Augenmaß hinsichtlich Art und Umfang unserer Lieferungen vorgehen.”

Auch die italienische Regierung will die Beteiligung ihres Landes im Irak ausweiten. Ministerpräsident Matteo Renzi brach deshalb seinen Sommerurlaub ab und reiste zu Gesprächen nach Bagdad und ins kurdische Erbil. Dabei soll es ebenfalls um mögliche Waffenlieferungen gehen.