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Gazakrieg: Mehr als 20 Palästinenser sterben bei israelischer Angriffswelle

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Gazakrieg: Mehr als 20 Palästinenser sterben bei israelischer Angriffswelle

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Nach dem Scheitern der Gespräche über eine dauerhafte Waffenruhe hat Israel den Gazastreifen wieder unter Beschuss genommen.

Zudem bestätigte die Armee den Versuch einer gezielten Tötung des Militärchefs der Hamas-Organisation, Mohammed Deif. Dabei kamen die 27-jährige Frau Deifs, deren Kind und zwei weitere Menschen ums Leben.

Unklar blieb, ob auch Mohammed Deif zu den Opfern zählt.

Die Hamas und Verwandte von Deif betonten, der Militärchef sei am Leben. Ein Hamas-Funktionär bezeichnete den israelischen Luftangriff als “Verbrechen”. Israel könne nur Frauen und Kinder töten, nicht aber Hamas-Anführer Mohammed Deif.

Insgesamt seien bei den israelischen Bombardierungen binnen weniger Stunden mindestens 21 Palästinenser getötet und über 100 weitere verletzt worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu rechtfertigte den Angriff auf Mohammed Deif.

Anführer der militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen seien ein “legitimes Ziel”. Netanyahu äußerte sich jedoch nicht über den möglichen Tod Deifs. Gleichzeitig deutete er die Möglichkeit einer langfristigen Friedensregelung in der Region an.

Auf Ziele in Israel feuerten militante Palästinenser rund 180 Raketen. Am Abend wurde über Tel Aviv wieder ein Sprengkörper aus Gaza abgefangen.

Die Hamas drohte ferner mit dem Beschuss des Ben Gurion Flughafens in Tel Aviv:

Laut israelischen Medienberichten planen aber bislang weder internationale noch einheimische Fluggesellschaften Änderungen oder Aussetzungen des Luftverkehrs von und nach Tel Aviv.