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Kampf gegen Ebola: Nächtliche Ausgangssperre und Quarantänezonen in Liberia

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Kampf gegen Ebola: Nächtliche Ausgangssperre und Quarantänezonen in Liberia

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Die Regierung Liberias hat im Kampf gegen die Ebola-Seuche eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Außerdem erklärte die Regierung zwei Stadtviertel zu Quarantänezonen. Unter anderem dürfen die Bewohner von West Point in der Hauptstadt Monrovia ihren Stadtteil nicht mehr verlassen. In dem Armenviertel hatten aufgebrachte Menschen zuvor 17 wegen Ebola-Verdachts internierte Patienten aus einer medizinischen Einrichtung geholt.

In Liberia und Sierra Leone verlief die Ebola-Epidemie zuletzt heftiger als in den Nachbarländern Guinea und Nigeria. Um die Hilfsmaßnahmen optimal zu verteilen, will sich der neue Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Dr. David Nabarro, nun vor Ort selbst ein Bild machen.

“Die Weltgesundheitsorganisation rechnet derzeit die Zahl der medizinischen Helfer hoch, die nötig ist, um die Infizierten zu betreuen und die Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten”, so Nabarro. “Im Moment kann ich ihnen nur sagen, dass wir viel mehr brauchen, als wir derzeit haben.”

Die Weltgesundheitsorganisation und die UN-Welternährungsorganisation erarbeiten außerdem Konzepte für die Nahrungsmittelversorgung von rund einer Million Menschen, die derzeit in Quarantänezonen eingeschlossen sind. Solche Zonen gibt es auch in den Grenzgebieten zwischen Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Bislang wurden in Westafrika mehr als 2200 Verdachtsfälle verzeichnet, 1200 Menschen sind an einer Ebola-Infektion gestorben.

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