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Schlammlawine in Hiroshima: 27 Tote

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Schlammlawine in Hiroshima: 27 Tote

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Mindestens 27 Menschen sind bei Erdrutschen und Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen in Hiroshima ums Leben gekommen. Zehn Menschen werden noch immer vermisst. Innerhalb von 24 Stunden war soviel Regen gefallen wie sonst im ganzen August, die Hälfte davon innerhalb nur einer Stunde. Nach wochenlangem Regen war der Boden völlig durchnässt. Das hat die Erdrutsche ausgelöst.

“Wir konnten uns nur als Familie zusammenhalten und versuchen zu verschwinden. Der Schlamm, der ins Haus floss war ziemlich stark”, beschreibt eine Frau die Lage. Und ein Mann berichtet: “Als ich mitbekam, was geschah, war schon überall Schlamm, der Autos wegriss, und dann gab der Boden nach”.

Unter der Wucht der Schlammlawinen brachen Straßenbeläge auf, Häuser wurden zerdrückt. Einzelne Gesteinsblöcke hatten einen Durchmesser von bis zu drei Metern. Ministerpräsident Shinzo Abe brach seinen Sommerurlaub ab. Die Streitkräfte sollen bei den Aufräumarbeiten helfen. Meteorologen warnten vor neuen Schlammlawinen, Überschwemmungen und Hochwasser in weiten Teilen Westjapans.