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Liberia: Unruhen in Ebola-Quarantänezone

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Liberia: Unruhen in Ebola-Quarantänezone

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In Liberia haben sich die Bewohner einer neuen Ebola-Quarantänezone in der Hauptstadt Monrovia gewaltsame Auseinandersetzungen mit Polizei und Armee geliefert.

Die Sicherheitskräfte schossen dabei offenbar auch scharf, es gab mehrere Verletzte. Eine Regierungsmitarbeiterin und ihre Familie mussten in Sicherheit gebracht werden.

Die Einwohner des Elensviertels West Point protestierten eigenen Angaben nach gegen die gewaltsame Durchsetzung der Schutzmaßnahme. “Wir hatten von der Regierung erwartet, umsichtiger zu agieren”, so ein Händler. “Aber um vier Uhr Morgens kamen Polizei und Armee, sie haben die Leute geschlagen, und so geht das nicht.”

Die Händler des Viertels beklagen außerdem, ohne Umsatz nicht leben zu können. Auch ist das Risiko einer Panik unter den gemeinsam mit Erkrankten eingeschlossenen Bewohnern groß.

Die Sicherheitskräfte zogen unter anderem Barrieren aus Stacheldraht. Die Anwendung von Schusswaffen sei allerdings nicht vorgesehen, so Verteidigungsminister Brownie Samukai: “Ich möchte betonen, dass die liberianische Armee derzeit keinen Schieß- oder Tötungsbefehl hat.”

Inzwischen scheint sich die Lage in West Point zwar beruhigt zu haben. Gelöst sind die Probleme aber nicht.