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Päpstlicher Gesandter tief bewegt von Reise in Nordirak

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Päpstlicher Gesandter tief bewegt von Reise in Nordirak

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Seine Reise in die nordirakischen Kurdengebiete hat ihn tief bewegt: Der päpstliche Gesandte Fernando Felini traf nach seiner Rückkehr aus der Krisenregion Papst Franziskus.

Beide sprachen über die Situation im Irak und die Lage der Flüchtlinge. Felini hatte auf seiner Reise u.a. irakische Christen getroffen, die von der Gruppe Islamischer Staat vertrieben worden waren.

Zur Situation der Jesiden sagte er: “Das sind wirklich arme Menschen. Ihnen geht es im Moment wahrscheinlich am schlechtesten. Etwas anders ist es bei den Christen. Sie haben sich zwar entschieden, an ihrem Glauben festzuhalten und ihre Häuser verlassen, da sie nicht bereit waren die verlangten Straf-Gebühren zu zahlen und zu konvertieren. Aber zumindest wurde ihnen nicht mit dem Tode gedroht.”

Filoni musste wiederholt mit den Tränen kämpfen. Er berichtete u.a. von einer jungen Jesidin, die verschwunden sei und wahrscheinlich von den IS-Kämpfern vergewaltigt oder verkauft wurde.

“Ein Mädchen sagte in einer Nachricht, die sie schicken konnte: Bevor mein Vater mich eines Tages so wiedersieht, möchte ich lieber getötet werden.”

Der Papst hatte zuvor erklärt, ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft im Nordirak sei das richtige Vorgehen gegen die militanten Islamisten. Wo es einen unrechtmäßigen Aggressor gebe, sei es berechtigt, ihn zu stoppen.