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Sanktionsspirale erfasst Hähnchenschenkel

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Sanktionsspirale erfasst Hähnchenschenkel

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Russlands Importstopp für westliche Nahrungsmittel ist in den Taschen der Verbraucher angekommen. Die Lebensmittelpreise in Moskauer Geschäften sind nach Medienberichten (BBC) in nur einer Woche um bis zu 6 Prozent nach oben geschnellt.

Nach amtlichen Angaben aus Moskau werde Tiefkühl-Fisch in großen Supermärkten um 6%, Milch um 5,3% teurer verkauft. Eine durchschnittlicher Käse koste 4,4% mehr, seit das Importverbot am 7. August in Kraft trat. Dazu kommen Berichte etwa über bis zu 60 Prozent teurere Hähnchenschenkel – ein Volksnahrungsmittel – auf der Insel Sachalin im Pazifik und über Fotos von leeren Regalen in sozialen Netzwerken.

Die Regierung will die Preisentwicklung genau beobachten, hat aber nach Berichten regierungsnaher Medien (RBTH) die Inflationsprognose für das Jahr 2014 vorerst nicht verändert. Laut russischer Nachrichtenagentur ITAR-TASS drohte Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorow Herstellern, die die Lebensmittelpreise unangemessen erhöhten, mit administrativen und strafrechtlichen Maßnahmen.

Russland hatte die Einfuhr von Obst und Gemüse, Fleisch, Milch- und vieler anderer Produkte aus westlichen Ländern, Australien und Japan verboten.

Das Verbot ist eine Reaktion auf westliche Wirtschaftssanktionen gegen Russland nach der Annexion der Krim und der pro-russischen Rebellion im Osten der Ukraine.

su