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"Europäisches GPS": ESA schießt zwei weitere Galileo-Satelliten in den Orbit

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"Europäisches GPS": ESA schießt zwei weitere Galileo-Satelliten in den Orbit

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Die europäische Weltraumagentur ESA hat zwei weitere Satelliten des Galileo-Positionierungssystems in den Weltraum geschossen. Eine Soyuz-Rakete brachte die Satelliten Nummer fünf und sechs von Französisch-Guayana aus in ihre Umlaufbahn von rund 23.000 Kilometern.

Das Galileo-System, das im Betrieb von Oberpfaffenhofen in Deutschland und Fucino in Italien aus kontrolliert wird, soll eine zivile europäische Alternative zum GPS des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums bilden.

Seit 2011 wird das System aufgebaut und getestet – Finanzierungsfragen sorgten für eine Verzögerung von fast zehn Jahren.

Bis 2019 sollen nun insgesamt 30 Galileo-Satelliten hochpräzise Positionsbestimmungen an jedem Punkt der Erde ermöglichen, wie sie heute schon zur Navigation im Auto und in Sicherheitsrelevanten Bereichen wie dem Luft- oder Schienenverkehr gebraucht werden.

Das modernere Galileo soll genauer sein und unter extremeren Bedingungen arbeiten sowie europäischen Armeen und zivilen Nutzern mehr Unabhängigkeit verschaffen. Für die Nutzung hochpräziser GPS-Geräte verlangen die USA derzeit Gebühren. Störsicher ist Galileo im Konfliktfall nicht, mit dem GPS und dem russischen GLONASS ist es aber kompatibel.

Finanziert wird Galileo von der Europäischen Kommission. Auch Russland, China und Indien bauen eigene Systeme auf.