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Russischer Hilfskonvoi schafft vollendete Tatsachen

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Russischer Hilfskonvoi schafft vollendete Tatsachen

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Die 287 russischen LKW haben die Region Luhansk erreicht. Helfer begannen am Freitagnachmittag damit, Hilfsgüter für die 200.000-Einwohner-Stadt zu entladen. Seit Wochen gibt es in Luhansk weder Strom noch ausreichend Wasser.

Die ukrainische Regierung nannte die Einfahrt des Konvois eine direkte Invasion, weil sich die Fahrzeuge am Freitag ohne Erlaubnis Kiews, ohne ukrainisches Geleit und ohne die Aufsicht des Roten Kreuzes über die Grenze Richtung Luhansk in Bewegung gesetzt hatten.

Die Grenzbeamten des genutzten Übergangs sollen unter Kontrolle der Separatisten stehen. Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter sagte in Kiew, ukrainische Einheiten hätten die Einreise der LKW nicht behindert, um Provokationen zu vermeiden.

Ukrainische Zollbeamte hatten die Ladung schon auf russischer Seite inspiziert, wegen angeblich fehlender Frachtlisten aber noch kein grünes Licht gegeben. Das Rote Kreuz hatte noch am Donnerstag angegeben, alle Vorbereitungen zur Verteilung der Güter in Luhansk getroffen zu haben, und nocheinmal Sicherheitsgarantien beider Konfliktparteien eingefordert.

Am Freitag fuhr der Konvoi dann aber ohne das Rote Kreuz los. Die gewährten Sicherheitsgarantien seien nicht ausreichend, die Kämpfe um Luhansk zu intensiv, so eine Sprecherin.