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USA: Entspannung in Ferguson - Nationalgarde zieht ab

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USA: Entspannung in Ferguson - Nationalgarde zieht ab

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In Ferguson hat sich die Lage fast zwei Wochen nach der Erschießung eines schwarzen Jugendlichen durch einen weißen Polizisten offensichtlich beruhigt. Die Demonstrationen gegen das Vorgehen des Ordnungshüters im US-Bundesstaat Missouri liefen am Donnerstag weitestgehend friedlich ab. Es sei eine gute Nacht gewesen, so Polizeioffizier Ron Johnson: “Der Gouverneur hat angeordnet, dass viele Soldaten der Nationalgarde wieder abgezogen werden. Wir werden die Maßnahmen Nacht für Nacht anpassen, um die Sicherheit in dieser Gemeinde zu gewährleisten, damit Ferguson wieder den Bürgern gehört.”

Gouverneur Jay Nixon hatte die Nationalgarde am Montag als Unterstützung angefordert. Wegen der Unruhen war auch Justizminister Eric Holder nach Ferguson gekommen. Er warnte vor tief liegenden Problemen: “Bei meinen Unterhaltungen mit Dutzenden Menschen in Ferguson wurde deutlich, dass durch diesen Vorfall die Spannungen, die seit Jahren existieren, zutage getreten sind. Diese Spannungen haben eine Geschichte. Diese Geschichte führt dazu, dass es in vielen Städten unter der Oberfläche brodelt, nicht nur in Ferguson.”

Bundesbehörden ermitteln, ob der Polizist, der Michael Brown erschoss, dessen Grundrechte verletzte. Sollte keine Anklage erhoben werden, fürchten Anwohner erneute Unruhen.