Eilmeldung

Eilmeldung

Senegal weist UN-Flug wegen Ebola zurück - Mehr Todesopfer als bislang bekannt

Sie lesen gerade:

Senegal weist UN-Flug wegen Ebola zurück - Mehr Todesopfer als bislang bekannt

Schriftgrösse Aa Aa

Die senegalesische Regierung hat bestätigt, einen Regionalflug der Vereinten Nationen wegen einer drohenden Verbreitung des Ebola-Virus blockiert zu haben. Bis auf weiteres seien Flüge aus Guinea, Sierra Leone und Liberia im Senegal nicht mehr willkommen. Die Vereinten Nationen befürchten nun, dass auch ihre Hilfsbemühungen unter dieser Maßnahme leiden könnten.

Tourismus- und Verkehrsminister Abdulaye Diouf Sarr sagte, man habe seit Donnerstag die Schutzbestimmungen verstärkt, indem Flüge aus von Ebola betroffenen Ländern vorerst gestrichen würden.

Air France hat unterdessen weitere Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter eingesetzt. Die französische Fluglinie ist eine der wenigen, die überhaupt noch in die von Ebola betroffenen Länder fliegen. Jetzt will sie Kontrollen verschärfen und etwa Atemschutzmasken an Flugbegleiter und anderes Personal ausgeben.

Patrick Henry-Haye von der Flugbegleiter-Gewerkschaft bei Air France forderte seine Kollegen auf, nicht mehr in betroffene Länder zu fliegen. Die Besatzungen seien dort in Gefahr. Es reiche nicht aus, dass Air France Masken ausgebe, die man lediglich fünf Stunden lang benutzen könne. Wenn man 24 oder 48 Stunden dort bleibe, habe man nichts, um sich zu schützen.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte indes mit, dass die Zahl der Ebola-Todesfälle deutlich gestiegen sei. Demnach starben bislang 1427 Menschen an den Folgen der Epidemie. Die WHO-Experten gehen allerdings seit längerem davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer bei Ebola-Opfern gibt.