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UN-Sicherheitsrat findet keine gemeinsame Linie zum russischen Hilfskonvoi

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UN-Sicherheitsrat findet keine gemeinsame Linie zum russischen Hilfskonvoi

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Sie tagten hinter verschlossene Türen: Eine eilig einberufene Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zum Grenzübertritt des russischen LKW-Konvoys in die Ostukraine ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

Laut dem britischen Botschafter Mark Lyall Grant seien mehrere Länder sehr besorgt, dass der Schritt zu einer Verschärfung der Krise führen könnte.

Der russische Botschafter bei der UNO, Vitaly Tschurkin, sprach anschließend von widersprüchlichen Signalen aus den Hierarchien der Ukraine.

“Wir haben uns erst in Bewegung gesetzt, nachdem wir eine offizielle Mitteilung der ukrainischen Regierung hatten, dass sie diese Hilfslieferungen akzeptieren würden”, betonte Tschurkin mehrfach. “Das ganze ist eine sehr umfangreiche Operation und es gibt bedürftige Menschen. Wir konnten uns nicht länger so herumschubsen lassen, also haben wir losgelegt, und wir hoffen, dass diese humanitären Güter gut verteilt werden.”

Der ukrainische Vizebotschafter bei der UNO, Olexander Pavlitschenko, widersprach und nannte den Grenzübertritt eine eklatante Verletzung der ukrainischen Souveränität. Sein Land werde angemessene Schritte einleiten, um diese zu verteidigen:

“Wir meinen, dass diese Aktionen der Russischen Föderation nicht einfach durch Verweis auf die Dringlichkeit humanitärer Hilfe im Osten der Ukraine gerechtfertig werden können”, so Pavlitschenko. “Wir wissen nicht, was für Vereinbarungen die russische Seite mit den Aufständischen von Luhansk hat, und wir schließen nicht aus, dass es hier um eine geplante Provokation geht.”

Auch UN-Generalsekretär Ban Ko-Moon befürchtet, dass der eigenmächtige Grenzübertritt des russischen Konvois zu einer weitere Eskalation provozieren könnte.

Mehrere Staaten forderten Moskau am Freitag auf, die Lastwagen zurückzurufen. Das Weiße Haus drohte mit weiteren Wirtschaftssanktionen.