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Acht Todesurteile in China vollstreckt

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Acht Todesurteile in China vollstreckt

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In China sind acht Todesurteile vollstreckt worden. Die Männer waren wegen Terrorismus und anderer Staatsschutzdelikte verurteilt worden. In keinem Land der Erde werden so viele Hinrichtungen vollzogen, wie in der Volksrepublik China.

Nach Berichten staatlicher Medien vom Samstag hatte ein Gericht in der Provinzhauptstadt Urumqi in der muslimisch geprägten Region Xinjiang in Westchina drei von ihnen schuldig gesprochen, einen Anschlag in der Hauptstadt Peking mit fünf Toten und 40 Verletzten verübt zu haben. Die übrigen saßen wegen anderer Staatsschutzdelikte wie Morden an Regierungsbeamten, der Gründung einer terroristischen Vereinigung sowie Waffenbesitz und Angriffen auf Polizeibeamte im Gefängnis. Wegen der Spannungen zwischen muslimischen Uiguren und Han-Chinesen gilt Xinjiang seit Jahren als Konfliktherd. Peking geht seit Mai mit einer Anti-Terror-Kampagne hart gegen Verdächtige vor. Im Frühjahr waren kurz zuvor Angreifer mit Autos in einen Straßenmarkt in der Regionshauptstadt Urumqi gefahren und hatten Bomben in die Menschenmassen geworfen. Bei dem Terrorakt kamen 43 Menschen ums Leben. Seitdem wurden Hunderte Menschen für Terrorhandlungen wie die Verbreitung von Videos zu langen Haftstrafen verurteilt und einige hingerichtet.