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Chaos und Gewalt in Libyen: Islamisten nehmen Flughafen ein

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Chaos und Gewalt in Libyen: Islamisten nehmen Flughafen ein

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Nach wochenlangen Kämpfen haben islamistische Milizen nach eigenen Angaben den Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis eingenommen. Kampfflugzeuge unbekannter Herkunft bombardierten am Samstag Stellungen dieser islamistischen Milizen an der Straße zum Flughafen. Dabei kamen mindestens zehn Kämpfer ums Leben. Die Islamisten beschuldigen Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate, für den Angriff mit Kampfflugzeugen verantwortlich zu sein.

Ein Sprecher der Milizen sagte, für die toten Kämpfer werde Rache geübt werden. “Wir werden dieses Land verteidigen. Die, die uns angegriffen haben oder hinter dem Angriff stecken, werden dafür bezahlen”, so Ahmed Hadiya.

Außerhalb des Flughafens wird weiter gekämpft. Der Flugverkehr steht seit Wochen still. Er war vorher in der Hand der Al-Sintan-Milizen und ist jetzt in der Hand der Misrata-Milizen. Bei den rivalisierenden Milizen handelt es sich um frühere Revolutionsbrigaden, die am Sturz Gaddafis beteiligt waren.

Libyen erlebt derzeit die schlimmste Gewalt seit dem Ende der Gaddafi-Herrschaft mit chaotischen Zuständen. Zu Gefechten kommt es auch regelmäßig in der ostlibyschen Stadt Bengasi. Dort bekämpfen der abtrünnige General Chalifa Haftar und Verbündete eigenmächtig die radikale Islamisten-Miliz Ansar al-Scharia.