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Feiern zum Unabhängigkeitstag in der Ukraine

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Feiern zum Unabhängigkeitstag in der Ukraine

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Überschattet vom blutigen Konflikt mit Separatisten im Osten des Landes hat die Ukraine den 23. Jahrestag ihrer
Unabhängigkeit gefeiert. Im Beisein von Oberbefehlshaber und Präsident Petro Poroschenko fand in Kiew eine Militärparade statt. Präsident Poroschenko sagte: “Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen Frieden und sind sehr dankbar für die Unterstützung der EU, der USA und anderer Staaten, die sich als wahre Freunde erwiesen haben. Die Welt steht uns bei.”

Zahlreiche Zuschauer standen in der Nähe des Unabhängigkeitsplatzes, auf dem es im Winter Demonstrationen für eine Westintegration der Ukraine gegeben hatte. Ein Mann sagte: “Wir feiern diesen Tag als eine Nation. Das ist ein echter Feiertag, heute mehr denn je. Wir sind ein Land, eine Nation, und so fühlen wir uns an unserem Unabhängigkeitstag jetzt mehr denn je.” Eine Frau erklärte: “Ich will diesen Krieg nicht. Aber warum wollen die Menschen im Osten der Ukraine unser Land spalten? Die Ukraine gehört zusammen und die Krim gehört nebenbei bemerkt auch zur Ukraine.”

Am Samstag war die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zu Besuch in Kiew. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck sandte ein Glückwunschtelegramm zum Unabhängigkeitstag an Poroschenko. Die Parade gilt auch als Demonstration der Stärke im Konflikt der prowestlichen Regierung mit prorussischen Aufständischen. Die Waffenschau ist wegen der blutigen Kämpfe im Osten und in Zeiten knapper Staatskassen nicht unumstritten.