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Frankreich: Wirtschaftsminister tritt mit Plädoyer gegen den Sparkurs zurück

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Frankreich: Wirtschaftsminister tritt mit Plädoyer gegen den Sparkurs zurück

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Schon im April sollte eine neue Regierung unter Manuel Valls den Neuanfang bringen. Jetzt, vier Monate später, hofft der französischen Staatspräsident Francois Hollande nach einer weiteren Radikalkur auf eine noch gezielter auf Linie und damit Rückhalt getrimmte Regierung. Die bisherige Ministerrunde tritt gesammelt zurück.

Valls wird Premierminister bleiben, ganz sicher fehlen wird im neuen Kabinett aber der Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg, der immer offener Unzufriedenheit mit den Kurs Hollandes ausgedrückt hatte.

“Die ganze Welt drängt, bettelt gar darum, dass wir dieser absurden Sparpolitik, die die Eurozone in die Rezession und Deflation drückt, endlich ein Ende setzen”, so Montebourg am Montag. “Deshalb ist es notwendig, den intellektuellen und politischen Mut aufzubringen, um zu sagen, dass Sparmaßnahmen die Defizite verstärken, wo sie diese doch eigentlich verringern sollen.”

Aus Regierungskreisen heißt es, der Wirtschaftsminister habe mit seiner unverholenen Kritik am Kurs der Regierung eine Linie überschritten und Hollande diesmal ungewöhnlich schnell und hart durchgegriffen.