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Hoffnung auf Wandel in St. Louis: Feierlicher Gottesdienst für Michael Brown


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Hoffnung auf Wandel in St. Louis: Feierlicher Gottesdienst für Michael Brown

Mehr als zwei Wochen nach dem Tod von Michael Brown haben in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri mehrere Tausend Menschen des schwarzen Jugendlichen gedacht. Bei dem feierlichen Gottesdienst mischte sich unter die Trauer der Familie auch die Hoffnung, dass der 18-Jährige nicht umsonst gestorben sei: Viele Redner wiesen auf anhaltende rassistische Spannungen in den USA hin – auch die Familien weiterer schwarzer Opfer von vermutlich rassistisch motivierter Gewalt waren gekommen.

Der Vater des Jungen, Michael Brown senior, hatte die Demonstranten in Ferguson zuvor um einen Tag der Ruhe und des Gedenkens gebeten. Browns Tod hatte tagelange Proteste mit gewaltsamen Ausschreitungen nach sich gezogen. “Michael Browns Vermächtnis muss viel mehr sein als nur die Erinnerung an Unruhen”, so der Pfarrer und Bürgerrechtler Al Sharpton auf der Trauerfeier. “Es soll für den Moment stehen, an dem sie angefangen haben, die aktuelle Situation zu verändern.”

Unter den Gästen waren auch zahlreiche Prominente wie der Bürgerrechtler Jesse Jackson, Filmemacher Spike Lee und Rapper Snoop Dogg. Das Weiße Haus schickte ebenfalls eine Delegation. Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, war auf Wunsch der Angehörigen nicht erschienen. Michael Brown wurde anschließend auf einem nahe gelegenen Friedhof beigesetzt.

Der 18-Jährige wurde am 9. August in Ferguson, einem Vorort von St. Louis, von einem weißen Polizisten erschossen. Während einer Auseinandersetzung soll Brown den Beamten gegen ein Polizeiauto gedrängt haben, dann sei mindestens ein Schuss abgegeben worden. Augenzeugen sagen, Brown habe mit erhobenen Händen auf dem Boden gekniet, als er erschossen wurde.

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