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Italien: Rettungskräfte bergen weitere Leichen schiffbrüchiger Flüchtlinge - Alfano erhöht Druck auf EU

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Italien: Rettungskräfte bergen weitere Leichen schiffbrüchiger Flüchtlinge - Alfano erhöht Druck auf EU

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An der italienischen Mittelmeerküste haben die Rettungskräfte sechs weitere Leichen geborgen. Wie die Marine mitteilte, steigt die Zahl der seit dem Wochenende tödlich verunglückten Flüchtlinge damit auf 25. Über 360 Schiffbrüchige, die am Sonntagabend nördlich von Libyen gekentert waren, konnten demnach gerettet werden. Die Suche nach Vermissten halte an.

Die italienischen Behörden kämpfen seit Langem mit einem nicht abreißenden Flüchtlingsstrom: Allein am Wochenende hat die Marine eigenen Angaben zufolge fast 4000 Migranten gerettet – in diesem Jahr hätten bereits 100.000 Menschen übergesetzt.

Innenminister Angelino Alfano fordert mit zunehmendem Nachdruck, dass die italienische Rettungsoperation "Mare Nostrum" von der EU übernommen wird. Auf Twitter teilte er mit, die Regierung werde sonst eigene Entscheidungen treffen. Im Oktober könnte “Mare Nostrum” ein Jahr nach Beginn der Mission eingestellt werden, hatte Montebourg gewarnt. Die Einsätze kosten Italien mehr als neun Millionen Euro pro Monat.

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström dankte Italien für seine Bemühungen bei der Rettung von Migranten. Sie werde Alfano am Mittwoch in Brüssel treffen.