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E-Zigaretten: WHO empfiehlt eingeschränktes Verkaufsverbot

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E-Zigaretten: WHO empfiehlt eingeschränktes Verkaufsverbot

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Nach klassischen Tabak-Konsumenten sind jetzt auch Nutzer von elektronischen Zigaretten in das Visier der Weltgesundheitsorganisation geraten.

Die WHO empfiehlt allen Staaten ein Verkaufsverbot der sogenannten E-Zigaretten für Minderjährige.

Ferner müssten die elektrischen Inhalationsgeräte ebenso wie herkömmliche Tabakwaren bis auf weiteres von der Benutzung in öffentlichen Räumen ausgeschlossen werden. Das forderte die WHO in einem heute veröffentlichten Bericht.
Demnach gehören neben Heranwachsenden auch Schwangere und deren ungeborene Kinder zu den Risikogruppen.

Bislang sei nicht geklärt, welche gesundheitsschädigenden Wirkungen die umstrittenen Geräte und die Dämpfe haben.

Ein französischer Verbraucher fühlt sich nicht angesprochen::

“Ich kann dazu nichts sagen, weil ich kein Jugendlicher mehr bin.Genau weiß ich es nicht und vielleicht liege ich sogar falsch, aber ich denke, E-Zigaretten sind weniger schädlich als normale Zigaretten.”

Ob mit oder ohne Nikotin – die Inhalation der Dämpfe der aromatisierten Flüssigkeiten birgt Risiken, so der renommierte französische Pneumologe Bertrand Dautzenberg:

“Es entspricht der Aufgabe der WHO, bestimmte Produkte in Bezug auf ihre Gesundheitsschädlichkeit einzuordnen. Dadurch bekommen sowohl Nichtraucher als auch nikotinabhängige Raucher eine Orientierung und können ihr Verhalten anpassen. In jedem Fall ist die Benutzung von E-Zigaretten nachteilig für Föten im Mutterleib und für Kinder an Schulen.”

Oft bunt, glitzernd oder elegant präsentiert, locken auch Geschmacksrichtungen zwischen Anisschnaps und Zimt mögliche Neueinsteiger und Minderjährige.

In Deutschland hat sich bereits Bundesernährungsminister Christian Schmidt für ein Verbot von E-Zigaretten für Kinder und Jugendliche ausgesprochen.