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Präsidentschaftswahlen in Brasilien: Marina Silva stürmt nach vorne

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Präsidentschaftswahlen in Brasilien: Marina Silva stürmt nach vorne

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Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien kann die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Marina Silva (PSB)auf einen Sieg gegen Staatspräsidentin Dilma Rousseff hoffen. In einer Stichwahl, die wahrscheinlich ist, liegt sie laut der neuesten Meinungsumfrage sechs Prozentpunkte vor der amtierenden Präsidentin. Mit der ersten Fernsehdebatte hat die heiße Wahlkampfphase in Brasilien begonnen.

Die drei führenden Kandidaten,== Roussef, Silva und Neves griffen sich gegenseitig scharf an. Silva beschuldigte Roussef, ein Brasilien zu beschreiben, das nur als Film nicht aber im Leben der Brasilianer existiere. Aécio Neves, von den wirtschaftsfreundlichen Sozialdemokraten (PSDB) warf Rouseff vor, nach 12 Jahren an der Macht, habe ihre Arbeiterpartei (PT)/a>== den Bezug zum Leben der normalen Brasilianer verloren.

Die Menschen auf der Straße sind skeptisch, ob sich Silva im Falle ihrer Wahl gegen den Machtapparat durchsetzen kann:

“Wer weiß, vielleicht kann sie etwas für die Armen tuen. Ich weiß nicht. Wenn sie erst mal an der Macht ist, was wird sie machen?”, fragt sich Pensionistin Ana Maria.

“Wenigstens waren sie vorbereitet und stellten ihr Programm vor. Es waren Unterschiede zwischen den Kandidaten zu erkennen”, meinte Uillis Rodrigues aus Rio.

Zwar ist Silva jetzt in den Umfragen an Neves vorbeigezogen. Beobachter verweisen jedoch darauf, dass Roussef und Neves mehr Fernsehsendezeit zusteht und sie auf besser finanzierte schlagkräftigere Parteien zurückgreifen können.

Weiterführender Link

Band.com.br Präsidentschaftsdebatte (Video 32:53, portugisisch)