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Erdogan als türkischer Präsident eingeschworen

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Erdogan als türkischer Präsident eingeschworen

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Der neugewählte türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat heute in Ankara seinen Amtseid geleistet.

“In meiner Rolle als Präsident der Republik schwöre ich bei meiner Ehre und meinem Ruf in der großen türkischen Nation und in der Geschichte, die Existenz und Unabhängigkeit des Staates zu schützen”, so Erdogan vor dem Parlament.

Der 60-Jährige vollzieht damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel: einer Neugestaltung des politischen Systems des 77-Millionen Einwohner zählenden Landes.

Zuvor war es im Parlament noch zum Eklat gekommen. Weil Erdogan das Ministerpräsidentenamt nach seiner Wahl zum Präsidenten nicht sofort niedergelegt und weiterregiert hatte, forderte die Opposition eine Parlamentsdebatte. Als der Parlamentspräsident dies verweigerte, warf ein Abgeordneter das parlamentarische Regelbuch nach ihm. Viele Oppositionsabgeordnete verließen vor der Vereidigung den Saal.

Als Präsident darf Erdogan nicht mehr Mitglied einer Partei sein. In einer letzten Rede vor der von ihm mitgegründeten regierenden AK-Partei bezeichnete Erdogan am Mittwoch seinen Umzug in den Präsidialpalast als die Geburtsstunde einer neuen Türkei. Die Mission der AKP, das Land zu einer wichtigen regionalen Macht zu machen, werde dabei unverändert weitergehen, so Erdogan.