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Ebola-Virus erstmals auch im Senegal aufgetreten

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Ebola-Virus erstmals auch im Senegal aufgetreten

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Zum ersten Mal ist auch im Senegal ein Fall von Ebola aufgetreten. Bei dem Erkrankten soll es sich um einen Studenten aus dem benachbarten Guinea handeln.

Damit ist der Senegal das fünfte von dem Virus betroffene Land. Besonders viele Fälle gibt es bislang in Guinea, wo die jüngste Epidemie ihren Ausgang nahm, sowie in den benachbarten Ländern Sierra Leone und Liberia. Aber auch aus Nigeria werden vereinzelte Fälle gemeldet.

Viele Grenze sind geschlossen. Doch die Eindämmungsmaßnahmen provozieren häufig Konflikte und Gegenreaktionen, die Aufklärung bleibt eine der größten Herausforderungen. In Guineas zweitgrößter Stadt Nzérékoré kam es zu Unruhen, weil Bewohner einige Gesundheitsarbeiter mit Desinfektionsausrüstung verdächtigten, den Virus zu versprühen.

Seuchenexperten sehen weiter dringenden Handlungsbedarf in Westafrika: “Wenn wir es nicht hier stoppen, dann werden wir noch jahrelang und rund um die Welt damit zu kämpfen haben. Aber noch können wir es stoppen”, so Dr. Tom Frieden, Direktor der US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention

Abhilfe versprechen neben der Isolierung Erkrankter bislang nur experimentelle Medikamente, von denen es aber nicht genügend gibt.

In einigen Wochen soll nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde NIH ein neuer, gemeinsam mit einer Pharmafirma entwickelter Impfstoff an Freiwilligen getestet werden. Tierversuche seien vielversprechend verlaufen.

Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die riskante Erprobung von Medikamenten am Menschen unter den gegebenen Umständen als ethisch vertretbar.