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Golanhöhen: Eingekesselte UN-Soldaten wollen Stellungen verteidigen

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Golanhöhen: Eingekesselte UN-Soldaten wollen Stellungen verteidigen

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Die Vereinten Nationen haben die sofortige Freilassung der an den Golanhöhen festgehaltenen Blauhelmsoldaten gefordert. Bewaffnete Extremisten brachten am Donnerstag 43 fidschianische Mitglieder der in dem Gebiet zwischen Israel und Syrien tätigen UN-Beobachtermission in ihre Gewalt. Der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge handelt es sich um die radikal-islamische Al-Nusra-Front, die in Syrien gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad kämpft.

Weitere 81 UN-Soldaten von den Philippinen wurden laut UN an ihrem Standorten eingekesselt. Mit den Soldaten aus Fidschi als Geiseln im Schlepptau fordern die Extremisten laut philippinischer Armee, dass die philippinischen Blauhelme ihre Waffen aufgeben. Die Stellungen würden jedoch nicht aufgegeben, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Manila. “Unsere Soldaten sind vorbereitet und in der Lage mit dieser Art von Situation umzugehen”, erklärte Armeesprecher General Domingo Tutaan Junior in Manila. “Sie werden die Risiken, die mit unserem Einsatz für internationale Sicherheit und Frieden einhergehen, auf sich nehmen. Die Beobachtermission hat in Übereinstimmung mit dem UN-Protokoll und gemäß der Verabredungen das Recht, ihre Position und ihre Einheiten zu verteidigen.”

Die Assad-Gegner waren am Mittwoch auf das Gebiet vorgerückt. Im März vergangenen Jahres waren schon einmal 21 Blauhelme von syrischen Rebellen in der Nähe der Golanhöhen entführt und später freigelassen worden. Die sogenannte Undof-Mission der UN an den Golanhöhen war 1974 ins Leben gerufen worden, um den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien zu beobachten.