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"Ice Bucket Challenge": Dollars, kübelweise

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"Ice Bucket Challenge": Dollars, kübelweise

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Zehntausende, wenn nicht gar hunderttausende Menschen lassen sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf schütten, stellen ein Video ins Netz und spenden für die Erforschung der seltenen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Dann benennen sie drei weitere Personen, die es ihnen nachtun sollen.

In den USA kamen durch die “Herausforderung Eiskübel” (“Ice Bucket Challenge”) nach Angaben der ALS-Association in einem Monat 67 Millionen Euro zusammen, in Großbritannien 2,5 Millionen.

Und eine Menge Kritik: Es gibt Verletzte – ein 51-jähriger Belgier ließ sich von einem Löschflugzeug mit Wasser übergießen. Er musste ins Krankenhaus. In den USA sollte von einem Feuerwehr-Kran Wasser auf eine Menschenmenge gekippt werden, der Kran kam zu nah an eine Stromleitung – vier Feuerwehrleute erlitten einen Schlag.

Und es gibt gefährliche Krankheiten wie etwa Tuberkulose mit weit mehr Opfern und weniger Publicity – heißt auch weit weniger Forschungsmitteln.

Bei ALS kommt es zu einer fortschreitenden und irreversiblen Schädigung oder Degeneration der Nervenzellen (Neuronen), die für die Muskelbewegungen zuständig sind. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist nicht heilbar. Von 100.000 Menschen erkranken pro Jahr bis zu drei neu an ALS.

Der an ALS erkrankte Physiker Stephen Hawking
(72) lebt dank künstlicher Beatmung seit Jahrzehnten mit der tödlichen Krankheit. Er schickte seine seine
erwachsenen Kinder Robert, Lucy und Tim unter die Eisdusche.

su mit dpa