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Ostukraine: Separatisten eröffnen neue Front im Süden

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Ostukraine: Separatisten eröffnen neue Front im Süden

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Während die prorussischen Separatisten in den beiden großen Städten Donezk und Luhansk stark in Bedrängnis geraten sind, gewinnen sie weiter südlich und entlang der Küste zum Asowschen Meer zunehmend Land.

Nach Angaben der ukrainischen Sicherheitskräfte starben bei Gefechten in der Ostukraine innerhalb von 24 Stunden mindestens zehn ukrainische Soldaten.

Die Stadt Ilowaisk ist offenbar umstellt, dort wollen die Rebellen nach einem Aufruf Putins einen Evakuierungskorridor für Regierungstruppen öffnen – unter der Bedingung, dass diese ihre Waffen zurücklassen.

An der Küste nahmen die Rebellen zuletzt die Stadt Nowoasowsk ein, nun bewegen sich die Gefechte offenbar auf die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol zu. Viele Einwohner äußerten gegenüber Reportern die Vermutung, dass die Rebellen einen Korridor zur Krimhalbinsel schaffen wollen.

Hilfe erhalten die Separatisten eigenen Angaben nach von etwa 4000 freiwillig angereisten russischen Soldaten. Die ukrainische Regierung, NATO, USA und EU sprechen hingegen von geordneten aber verdeckten russischen Militäroperationen und einem steten Nachschub an russischen Waffensystemen.

In der Hafenstadt Mariupol, die unter Regierungskontrolle ist, sind viele Bewohner angesichts der vorrückenden Separatisten beunruhigt. Tausende beschworen dort bei Demonstrationen die Einheit der Ukraine.

Viele fürchten, Teil der Statistik zu werden: Neuesten Zahlen der Vereinten Nationen zufolge starben in der Ostukraine bisher mehr als 2600 Menschen, mehr als die Hälfte davon Zivilisten.