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Petro-Dollar als Ziel der Sanktionsspirale

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Petro-Dollar als Ziel der Sanktionsspirale

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Die Furcht vor einem verschärften Handelskrieg zwischen USA/Europa und Russland lässt die russische Börse und den Rubel abrutschen. Zum erstenmal mussten mehr als 37 Rubel für einen US-Dollar gezahlt werden.

Gleichzeitig betreibt Russland eine “weg-vom-Dollar-Politik”: Der Energie-Riese Gazprom wird beim Verkauf von 80.000 Tonnen Öl aus der Arktis nach Europa den Rubel als Handelswährung nutzen. Alle bilateralen Energie-Geschäfte sollen nur noch in den heimischen Währungen vorgenommen werden.

Lieferungen über die Östliche Sibirisch–Pazifische-Öl-Pipeline sollen in der chinesischen Währung Yuan abgerechnet werden.

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten Russland angesichts massiver militärischer Hilfen für die Separatisten im Osten der Ukraine mit Konsequenzen gedroht. Nach Angaben der Nato kämpfen mehr als tausend russische Soldaten in der Ukraine an der Seite der Separatisten.

Damit gilt es als wahrscheinlich, dass der Europäische Rat an diesem Samstag die Weichen für weitere Sanktionen stellen wird.

Die russische Wirtschaft, bereits vor der Ukraine-Krise auf Talfahrt, steht am Rande der Rezession.

su mit AFP