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Sorge um heimkehrende IS-Dschihadisten: Großbritannien hebt Terrorwarnstufe an

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Sorge um heimkehrende IS-Dschihadisten: Großbritannien hebt Terrorwarnstufe an

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Kämpfer des “Islamischen Staats” (IS) sind nicht nur in Syrien und dem Irak gefährlich, dieser Auffassung folgen die britische Sicherheitsbehörden: Sie haben ihre Einschätzung des Risikos einer Terrorattacke in Großbritannien auf “sehr wahrscheinlich” hochgestuft.

Das entspricht der zweithöchsten der fünf britischen Terrorwarnstufen. Dringender wäre nur noch die Einschätzung als “unmittelbar bevorstehend”.

ISIL im Irak stellt eine größere und schwerwiegendere Bedrohung unserer Sicherheitslage dar, als das, was wir bisher kannten”, so Premier David Cameron. “ISIL ist keine Terrororganisation, die sich in Staaten versteckt. Sie will gewaltsam ihren eigenen Staat aufbauen.”

Meldungen wie die eines offenbar aus Großbritannien stammenden IS-Vollstreckers hatten sich zuletzt gehäuft. Nach britischer Einschätzung kämpfen mindestens 2000 Ausländer für den IS, davon etwa 500 Briten.

“Es wird deutlich, dass wir einige Lücken in unserem Panzer haben, die wir flicken müssen. Wir müssen mehr Leute davon abzuhalten, dort hinzureisen, daran hindern wieder zurückzukehren und uns mit denen befassen, die schon wieder hier sind.”

Zu den Gegenmaßnahmen sollen der erleichterte Zugriff auf Kommunikationsdaten und die Konfiszierung der Reisepässe verdächtiger Personen gehören.

Die höchste Warnstufe galt in Grossbritannien seit 2006 zweimal – jeweils nachdem konkrete Pläne aufgedeckt oder Attacken durchgeführt worden waren.