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Türkei: Davutoglu setzt bei neuer Regierung auf Kontinuität

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Türkei: Davutoglu setzt bei neuer Regierung auf Kontinuität

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Ahmet Davutoglu, der neue Regierungschef der Türkei, setzt bei seinem Kabinett auf die Minister seines Vorgängers und frisch vereidigten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die am Freitag von Davutoglu in Ankara vorgestellte Regierung ist im Wesentlichen die alte: Finanzminister Mehmet Sismek und Wirtschaftsminister Ali Babacan bleiben im Amt. Die beiden hatten die Wirtschaft des Landes zuletzt durch eine schwierige Phase geführt.

Der Posten des Außenministers wird mit Mevlüt Cavusoglu neu besetzt. Der 56-Jährige war zuvor Minister für EU-Angelegenheiten. Auf Cavusoglu folgt im Europaministerium Volkan Bozkir. Auch das Handelsministerium wurde neu besetzt. Zudem wurde der bisherige Erdogan-Chefberater Yalcin Akdogan zu einem stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Das Familien- und Sozialministerium ist mit Aysenur Islam an der Spitze das einzige, das von einer Frau geführt wird. Davutoglu muss als Regierungschef noch vom Parlament im Amt bestätigt werden. Er hatte eine enge Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten Erdogan angekündigt.

Dazu die Einschätzung des euronews-Korrespondenten Bora Bayraktar: “Davatoglus Kabinett steht mit nur wenigen Veränderungen in Kontinuität mit der Ministerriege Erdogans. Der neue Ministerpräsident hat angekündigt, die türkischen Institutionen zu reformieren und dann die ökonomische und politische Bedeutung der Türkei in der Region weiter auszubauen.”