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WHO macht der E-Zigarette Dampf

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WHO macht der E-Zigarette Dampf

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Diese Woche Thema in den Medien: E-Zigaretten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht sich in einem Bericht für eine strengere Regulierung aus, aufgrund der Gefahren unter anderem für Schwangere. Zuerst die Sicht des französischen Senders France 2:

Ist die E-Zigarette schädlicher als angenommen? Ja, wenn sie Nikotin enthält. Das ist das Ergebnis des WHO-Berichts: “Der Einsatz dieses Geräts stellt eine ernsthafte Gefahr für Teenager und ungeborene Kinder dar.” Folglich schlägt die WHO vor, den Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige und das Dampfen in öffentlichen Räumen zu verbieten. Laut Verkäufern gibt es bereits bestimmte Schutzregeln: “Das ist nicht neu. Seit es die Liquids gibt, gibt es die Warnung, dass schwangere Frauen kein Nikotin konsumieren sollten.”

In Frankreich ist der Verkauf an Minderjährige seit März 2014 verboten. In Bezug auf öffentliche Orte wie Hotels, Cafés und Restaurants kann jeder Betreiber seine eigenen Regeln bestimmen. Dort gibt es kein Verbot, es gilt die Etikette: “Es kann von Zeit zu Zeit vorkommen, aber die Leute sind höflich und fragen, ob sie rauchen dürfen”, so ein Barmann.

Die meisten Transportunternehmen haben dagegen die E-Zigarette bereits verboten: Dampfen ist nicht erlaubt in U-Bahn-Gängen, Bahnsteigen oder Zugwaggons. Gleiches gilt für TGVs, Flugzeuge und auch für einige Busse. Und es gibt einen Gesetzesentwurf, nach den Ferien elektrische Zigaretten in allen öffentlichen Plätzen zu verbieten.

Die Weltgesundheitsorganisation will E-Zigaretten strenger regulieren. In ihrem jüngsten Bericht haben die WHO-Experten vor möglichen Gesundheitsrisiken dieser Geräte gewarnt. Ein Bericht des spanischen Senders TVE:

Für einige Raucher ist die E-Zigarette zum Verbündeten geworden, zu einer Therapie, die die WHO jetzt infrage stellt. In ihrem jüngsten Bericht zeigt sie auf, dass die Dämpfe dieser Produkte potenziell toxisch sind: “Elektrische Zigaretten enthalten Nikotin und andere chemische Substanzen, die Krebs verursachen können. Und obwohl sie in viel geringerer Konzentration als in herkömmlichen Zigaretten vorkommen, heißt das nicht, dass sie ungefährlich sind”, so ein Experte.

Die WHO empfiehlt ein Verbot in geschlossenen Räumen, Einrichtung von Nichtraucherbereichen und fordert eine Einschränkung der Werbung, damit es für Raucher, die aufhören wollen, keinen neuen Anreiz gibt.

“Die Regeln erlauben es, den Gebrauch von E-Zigaretten und ähnlichen Produkten zu kontrollieren und die Risiken dieser Produkte zu verringern.”

Ein weiteres Ziel der WHO ist es, das Passivrauchen zu reduzieren und Jugendliche von E-Zigaretten abzuhalten. Die Mitgliedstaaten werden auf einem Treffen im Oktober über die Vorschläge diskutieren. Die Konsequenzen könnten einen Markt beeinflussen, der 2013 weltweit mehr als zwei Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

Die E-Zigarette ist eine ernsthafte Gefahr für Jugendliche und Schwangere. Diese Warnung kommt von der Weltgesundheitsorganisation. Ein Bericht des italienischen Senders Rai Uno:

Man muss sich nur umschauen, um zu sehen, dass der Boom vorbei ist. Man sieht zwar noch Raucher herkömmlicher Zigaretten, aber die E-Zigarette ist quasi von der Straße verschwunden. Hier gab es vor einem Jahr noch ein Geschäft für e Dampfgeräte. Jetzt wird dort Bekleidung verkauft. In Italien gibt es aktuell rund 850.000 Raucher von E-Zigaretten. Das sind etwas weniger als die Hälfte als vor zwei Jahren. Ein gutes Zeichen angesichts der Alarmdaten der WHO. Die E-Zigarette stellt eine ernsthafte Gefahr dar, vor allem für Jugendliche und Schwangere. Das Dampfen war eine Zeit lang Mode trotz der schädlichen Auswirkungen:

“Es verursacht Abhängigkeit, wirkt sich durch die Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz auf das Herz-Kreislauf-System aus und wir wissen auch, dass es das physiologische Wachstum des Fötus verändern kann.”

Die WHO empfiehlt den Mitgliedstaaten eine strengere Regulierung. In Italien gibt es bereits Einschränkungen wie das Verbot der E-Zigaretten in Schulen oder Krankenhäusern sowie der Verkauf an Minderjährige. Für unter 18-Jährige gibt es keinen Unterschied zwischen einer normalen oder einer E-Zigarette. Gegner warnen davor, dass die vermeintlich unschädliche E-Zigarette einen Einstieg ins Rauchen bedeuten könnte. 12 Prozent, die mit Dampfgeräten begonnen haben, endeten mit herkömmlichen Zigaretten. Mit 11 Millionen Raucher im Land ist der Tabakkonsum ein großes Thema.

In Portugal ist der Verkauf von E-Zigaretten an Jugendliche noch nicht gesetzlich verboten. Ein Bericht des Senders RTP:

Es gilt als einer der großen Vorteile der Dampfgeräte, dass man sie an Orten benutzen kann, an denen normale Zigaretten verboten sind. Aber damit könnte es aufgrund der strengen Regulierungsvorschläge der WHO bald vorbei sein. Unter anderem soll auch der Verkauf von Liquids mit fruchtigen, süßen oder alkoholischen Geschmacksrichtungen verboten werden, solange unklar ist, ob sie Jugendliche besonders ansprechen. In Portugal haben Einzelhändler bereits darauf reagiert und das Aussehen der Verpackung geändert: “Hier zum Beispiel, dort steht Zitrone drauf, wir schrieben einfach LMIN. Bei der Kaffee-Geschmacksrichtung schreiben wir CFEE aufs Etikett. Bei uns gibt es auch ein Verkaufsverbot für unter 18-Jährige. Das bedeutet, wir verkaufen nicht an Minderjährige”, erklärt eine Verkäuferin.

In Portugal gibt es keine Zahlen über den Konsum von E-Zigaretten. Aber man weiß, dass es 150 Verkaufsläden gibt und der Verbrauch steigt. Dem portugiesischen Verband der E-Zigaretten-Unternehmen bereiten die Vorschläge der WHO keine Probleme: “Der Bericht der WHO ist ein Katalog der Grundprinzipien, die unser Verband auf dem portugiesischen Markt bereits anwendet und verteidigt. Wir werden auch dafür eintreten, dass diese Vorschläge gesetzlich geregelt werden.”

Portugal hat zwei Jahre Zeit, um die EU-Vorschriften für den Markt für E-Zigaretten umzusetzen. Der Verband hat sich bereits mit Parlamentsmitgliedern getroffen, um Rechtvorschriften vorzubereiten.