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"Hände hoch, nicht schießen": Hunderte protestieren in Ferguson erneut gegen Polizeigewalt

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"Hände hoch, nicht schießen": Hunderte protestieren in Ferguson erneut gegen Polizeigewalt

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Drei Wochen nach dem Tod des US-amerikanischen schwarzen Jugendlichen Michael Brown sind in Ferguson erneut Hunderte Menschen auf die Straße gegangen. “Wir wollen Gerechtigkeit, jetzt”, “Hände hoch, nicht schießen” und “Gestohlene Leben: Diese Menschen wurden durch Strafverfolgungsmaßnahmen getötet” stand auf ihren Plakaten. Der 18-jährige Brown war in der Stadt im Bundesstaat Missouri von einem weißen Polizisten erschossen worden. Die genaueren Umstände des Todes sind bisher nicht geklärt. Polizeiangaben zufolge handelte der Beamte aus Notwehr, der unbewaffnete Jugendliche soll ihn angegriffen haben. Ein Zeuge berichtete, dass Brown beide Hände gehoben hatte.

Der Tod Browns hatte tagelang Proteste mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten nach sich gezogen. Eine zum größten Teil aus Weißen bestehende Jury soll entscheiden, ob gegen den Beamten Anklage erhoben wird. “Wir sind mehr als nur wütend und außerdem frustriert”, so eine Demonstrantin. “Wir haben das Gefühl, dass es drei Wochen später immer noch keine belangbaren Aussagen gibt. Es gab keine Verhaftung. Wir wissen noch nicht einmal, warum der Polizist nicht angeklagt wurde.”

Gewalt gegen ethnische Minderheiten sei ein größeres Problem in den USA, so auch die UN. Das Komitee zur Beseitigung rassistischer Diskriminierung forderte die Regierung auf, eine umfassende Klärung solcher Fälle sicherzustellen.