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Konjunktur in der Eurozone: "Ein Kampf Geopolitik gegen Geldpolitik"

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Konjunktur in der Eurozone: "Ein Kampf Geopolitik gegen Geldpolitik"

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Die Krisen rund um den Globus haben die deutsche
Wirtschaft im zweiten Quartal gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von April bis Ende Juni 2014 im Vergleich zum Vorquartal
preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Dank des starken Jahresauftakts ergibt sich für das erste Halbjahr insgesamt preis-, saison- und kalenderbereinigt ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2013.

Allein der Konsum belebte die Wirtschaft im Frühjahr, die Investitionen gingen zurück. Auch der Außenhandel bremste.

Robert Halver, Baader Bank:

“Wir haben hier einen Kampf Geopolitik gegen Geldpolitik. Die Geopolitik ist sicherlich sehr brisant, was die deutsche Wirtschaft, die europäische Wirtschaft mit Sicherheit tangiert. Trotzdem möchte die EU noch diese Woche weitere Sanktionen gegen Russland beschließen.”

Dabei wächst auch die Industrie in der Euro-Zone kaum noch und spürt immer stärker die Folgen der Sanktionen gegen Russland. Der Einkaufsmanagerindex sank von Juli auf August um 1,1 auf 50,7 Punkte – gerade noch oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

In Deutschland rutschte der Index um einen auf 51,4 Punkte.

Während es in Irland so kräftig nach oben ging wie seit Ende 1999 nicht mehr, hinkt Frankreich seinen Euro-Partnern deutlich hinterher. Die Industrie dort musste die stärksten Einbußen seit Mai 2013 hinnehmen.

su mit Reuters