Eilmeldung

Eilmeldung

Krisengespräche in Minsk: Separatisten pochen auf Sonderstatus der Ostukraine

Sie lesen gerade:

Krisengespräche in Minsk: Separatisten pochen auf Sonderstatus der Ostukraine

Schriftgrösse Aa Aa

Beflügelt von ihren militärischen Erfolgen haben die Separatisten bei Krisengesprächen in Minsk auf einen Sonderstatus für die Ostukraine gepocht. Die Konfliktparteien tauschten bei einem vierstündigen Gespräch Positionspapiere aus. Die Verhandlungen sollen am Freitag weitergehen.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko lehnt eine Teilnahme offizieller Vertreter aus Kiew ab – die Regierung will nicht mit den Separatisten verhandeln. Beim Besuch einer Militärakademie in Kiew beschuldigte er erneut Russland, die Unruhen zu schüren: “Die Ukraine wird direkt und unverhüllt von einem Nachbarstaat angegriffen. Das hat die Situation auf dem Terrain radikal verändert und bedeutet neue und weitaus schwierigere Herausforderungen für unsere Sicherheitskräfte.”

Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete die Gespräche in Minsk auf einer Sibirienreise als Beginn eines sehr wichtigen Prozesses direkter Verhandlungen. Er kritisierte, dass die ukrainische Regierung keine offiziellen Vertreter schickte: “Dass die Führung in Kiew keinen substanziellen politischen Dialog mit dem Osten des Landes führen will, ist meiner Meinung nach der Hauptgrund für die Tragödie in der Ukraine.”