Eilmeldung

Eilmeldung

Neuer türkischer Präsident: Erste Station Nordzypern

Sie lesen gerade:

Neuer türkischer Präsident: Erste Station Nordzypern

Schriftgrösse Aa Aa

Der neue Präsident der Türkei hat Nordzypern besucht: Für jedes türkische Staatsoberhaupt Pflichtprogramm als erste Auslandsreise.

Zypern ist ein geteiltes Land: Dabei wird der Norden mit seiner türkischstämmigen Bevölkerung außer eben von der Türkei von niemandem anerkannt.

Recep Tayyip Erdogan reist diese Woche außerdem nach Aserbaidschan, dann nach Wales zum Gipfeltreffen der NATO.

Dort werde man die Zypernfrage erneut ansprechen, sagt Erdogan, ebenso wie in ein paar Wochen bei der Vollversammlung der UNO. Nordzypern stehe für die Türkei immer auf der Tagesordnung.

Vor vierzig Jahren besetzte die Türkei den Norden, nach einem Putsch der Griechen, die die andere Inselhälfte beherrschen.

Alle Versuche einer Wiedervereinigung sind gescheitert. Die Gespräche ruhen; der UNO-Vermittler Espen Eide, Norwegens früherer Außenminister, will sie diese Woche wieder in Gang bringen.

Eide wird am Freitag in der Inselhauptstadt Nikosia erste getrennte Gespräche mit den Führern der griechischen und türkischen Zyprer führen.

Völkerrechtlich ist die ganze Insel Zypern weltweit anerkannt und auch Mitglied der EU. Faktisch gilt das aber nur für den Süden mit seiner griechischstämmigen Bevölkerung.

Die Republik Zypern strebt eine Föderation der beiden Landesteile mit einer starken Bundesregierung an.

Die türkischen Zyprer wollen dagegen eine Konföderation zweier Staaten mit einer schwachen Zentralregierung.