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Vom Schulkind bis zum Premierminister: 2,3 Millionen Japaner üben Katastrophenfall

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Vom Schulkind bis zum Premierminister: 2,3 Millionen Japaner üben Katastrophenfall

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Etwa 2,3 Millionen Menschen haben in Japan am Montag an einer landesweiten Katastrophenübung teilgenommen. Geübt wurden Selbstschutzmethoden, Evakuierungsabläufe und die Koordination der Rettungseinsätze während eines simulierten Erdbebens der Stärke 7,2 in der Region Tokio.

“Meine eigene und viele andere Mütter kamen uns heute abholen. Ich glaube, solche Dinge werden uns helfen, wenn es tatsächlich ein Erdbeben gibt”, so eine 12-jährige Schülerin. Denn auch das gehört zu den empfohlenen Maßnahmen. “Diese jährliche Übung bereitet uns besser auf zukünftige Katastrophen vor, so wie die, die wir gerade in Nordjapan erlebt haben”, sagte eine Mutter.

Bei dem Beben im Jahr 2011 vor der Küste Japans starben mehr als 18.000 Menschen, unter anderem in Folge des enstandenen Tsunamis.

Auch die Regierung nahm an der Simulation vom Montag teil, sie spielte die Koordination der Notfallmaßnahmen durch. Die Übungen finden jährlich am 1. September statt, dem Jahrestag des schweren Kanto-Erdbebens, das 1923 Tokio dem Erboden gleich machte und 140.000 Todesofer forderte.