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Kreml wehrt sich gegen "verfälschtes" Putin-Zitat

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Kreml wehrt sich gegen "verfälschtes" Putin-Zitat

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Das von einer italienischen Zeitung abgedruckte Putin-Zitat: “Wenn ich will, nehme ich Kiew in zwei Wochen ein” ist aus dem Zusammenhang gerissen und verfälscht worden. Das sagte ein Sprecher des Kremls in Moskau. Putin soll die Worte gegenüber EU-Kommissionspräsident Barroso geäußert haben. Barroso soll dann am Samstag beim EU-Gipfel in Brüssel den anwesenden Staats- und Regierungschefs von dem Telefonat erzählt haben, wobei er das Zitat ohne Kontext wiedergab. Der Putin-Vertraute Juri Uschakow sagte, Barrosos Verhalten sei unwürdig. Nicht nur habe Barroso das Zitat dadurch verfälscht, dass er es komplett aus dem Zusammenhang genommen habe, – sein Benehmen entspreche nicht den Gepflogenheiten der internationalen Diplomatie. Über ein privates Gespräch tratsche man nicht in der Öffentlichkeit.

Der Vizechef des russischen Sicherheitsrats, Michail Popow, sagte der Nachrichtenagentur Ria Nowosti, alle Fakten wiesen darauf hin, dass die USA und die Nato “ihre Politik der Verschlechterung der Beziehungen zu Russland fortsetzen” wollten. Die russische Militärdoktrin solle bis zum Jahresende aktualisiert werden. Er habe “keinen Zweifel” daran, dass eine Ausweitung der Nato-Aktivitäten “ihren Platz unter den äußeren militärischen Bedrohungen” finden werde, sagte Popow.