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Londons Plan vom neuen Großflughafen geplatzt

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Londons Plan vom neuen Großflughafen geplatzt

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Der Traum von einem neuen Londoner Großflughafen ist ausgeträumt: Eine Regierungskommission lehnt die Idee wegen der Kosten ab.

Derzeit gibt es für Flüge in die britische Hauptstadt sechs Flughäfen. Am bekanntesten ist der Großflughafen Heathrow, der größte Europas, der aber chronisch überlastet ist.

Der neue Flughafen sollte im Mündungsdelta der Themse entstehen – eine jahrzehntealte Idee, die aber vom jetzigen Oberbürgermeister Boris Johnson besonders energisch verfolgt wird.

Die Kommission hält den Plan jedoch für zu teuer – er sei bis zu fünfmal so teuer wie die anderen
Möglichkeiten, die ab jetzt noch in Betracht gezogen würden.

Zu dem Bauaufwand, unter anderem möglicherweise für eine künstliche Insel, käme der aufwendige Umzug von Heathrow am entgegengesetzten Ende von London, mehr als hundert Kilometer entfernt.

Die Kommission sieht darin ein Unterfangen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit nie umgesetzt würde.

Sie will jetzt bis zum nächsten Jahr entscheiden, ob stattdessen Heathrow oder zum Beispiel auch der Flughafen Gatwick ausgebaut werden sollten und könnten.

Erweiterungen dort sind aber bei Anwohnern in den Einflugschneisen kaum durchzusetzen. Das wäre mit der Variante in der Themsemündung weitgehend vermieden worden.