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"The Farewell Party" begeistert Publikum und Kritiker

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"The Farewell Party" begeistert Publikum und Kritiker

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Es braucht etwas Besonderes, um bei den vielen Filmen der Filmfestspiele von Venedig herauszustechen. Die israelische Komödie “The Farewell Party” fällt auf.

Darin geht es um Bewohner eines Altersheims. Einer von ihnen hat eine Maschine gebaut, die einen sanften Tod ermöglicht. Auf die erste Beigeisterung folgt jedoch ein moralisches Dilemma.

Schauspieler Raffi Tavor: “Normalerweise machen wir in Israel Filme über die Probleme zwischen Palestinesern und Israelis und in diesem Film geht es überhaupt nicht darum.” Schauspieler Ilan Dar ergänzt: “Es ist eine verrückte Geschichte von der Liebe zwischen Menschen, alten Menschen. Und Liebe existiert, selbst wenn du 70 bist, liebst du immer noch Menschen und willst ihnen helfen. Und es ist so eine menschliche Geschichte die universell ist.”

In die Rollen schlüpfen ehemalige israelische Schauspieler. Durch den Film wurden sie mit der Frage der Sterbehilfe konfrontiert. In Israel ist die Beihilfe zur Selbsttötung nach wie vor illegal. Levana Finkelstein meint: “Man hat keine Meinung dazu, bis zu der Minute, in der man solch eine Entscheidung treffen muss. Ich weiß nicht wie ich mich selbst verhalten würde. Gott hat es verboten, aber ich denke jeder muss es selbst entscheiden, so wie sie. Und das ist persönliche Freiheit.”

Publikum und Kritiker zeigten sich von “The Farewell Party” begeistert. Der Film, der in Venedig außerhalb des offiziellen Wettbewerbs läuft, ist ein starker Anwärter für eine Oscarnominierung als bester ausländischer Film im kommenden Jahr.