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Anruf von Queen Victoria und Sherlock Holmes!

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Anruf von Queen Victoria und Sherlock Holmes!

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Londonbesucher, hört hört! Die berühmten Statuen der Themsestadt können sprechen, dank Smartphone. "Talking Statues", ein interaktives Kunstprojekt soll die Geschichten vieler Standbilder nahebringen.
Die Idee stammt von der gemeinnützigen Organisation Sing London.
Deren künstlerische Leiterin, Colette Hiller, sagt: “Wir haben uns gefragt, was würden Statuen erzählen, wenn sie sprechen könnten? Sie sind seit vielen Jahren da und haben Einiges gesehen, aber was denken sie dabei? Wir haben uns gesagt, dass wir Statuen, indem wir ihnen eine innere Stimme verleihen, neues Leben einhauchen und Passanten dazu anregen, sie zu betrachten und ihnen zuzuhören.”

35 Statuen in London und Manchester wurden bei dem Projekt vertont. Darunter sind illustre Figuren, wie Sherlock Holmes, der Meisterdetektiv in der Baker Street. Oder Hodge, der Kater des englischen Gelehrten Dr. Johnson. Die kleine Katzenbronze im Herzen Londons ist ziemlich eitel und freut sich über jeden Betrachter.

Auch Queen Viktoria kommt zu Wort. Das schwarze Gewand werde ihr ganz und gar nicht gerecht, klagt die Monarchin, die 63 lange Jahre herrschte, neun Kinder und 42 Enkel hinterließ.

Colette Hiller: “Manche Statuen erzählen Geschichten, die wir bereits kennen, jeder weiß, warum Victoria dort steht. Andere sind weniger bekannt, beispielsweise John Wilkes, von dem nicht unbedingt alle wissen, dass er für die Pressefreiheit kämpfte. Es lohnt sich, auch diese Geschichten zu kennen.”

Und das geht ganz einfach: auf dem Smartphone die Webdresse eingeben oder mit dem Smartphone über den QR-Code auf dem Schild vor der Statue fahren, schon klingelt das Handy und der Monolog beginnt.

Die Texte wurden von bekannten Autoren verfasst und von hochkarätigen Sprechern vertont.

Letztlich, sagen die Organisatoren, sollen die sprechenden Statuen den Passanten aufhorchen lassen und die Aufmerksamkeit vom Handy auf die Wirklichkeit lenken.

Besonders beliebt ist “I Goat”, die schneeweiße Ziege samt Kistenturm am Spitalfields Market. Mit der Skulptur wollte der Künstler Kenny Hunter den Londoner Immigranten ein Denkmal setzen. Nun kann sie sprechen und hat Einiges zu sagen….