Eilmeldung

Eilmeldung

Brüssel hilft vom russischen Importstopp betroffenen Landwirten

Sie lesen gerade:

Brüssel hilft vom russischen Importstopp betroffenen Landwirten

Schriftgrösse Aa Aa

Brüssel hat zusätzliche Hilfen für die Landwirte angekündigt, die vom russischen Embargo für europäische Agrarprodukte betroffen sind.
Noch halten sich die Auswirkungen des russischen Importstopps in Grenzen, doch allein in Belgien beliefe sich der Schaden auf mehr als 280 Millionen Euro, sollte das Embargo ein Jahr dauern. “Man sollte dafür werben, dass die Verbraucher einheimische Erzeugnisse bevorzugen”, meint ein Händler in Brüssel. “Dann wäre das Embargo von Nutzen.” “Die Menschen könnten größere Mengen Obst konsumieren”, sagt eine Käuferin. “Auch könnte man ärmeren Menschen damit helfen oder das Obst Schulen zur Verfügung stellen. Mittel und Wege finden sich, wenn man es will.” Weil das Embargo 43 Prozent der Agrarexporte betrifft, beläuft sich der Schaden auf mehr als fünf Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr belief sich der Wert der Agrarexporte nach Russland auf 11,3 Milliarden Euro. In diesem Jahr könnte er nur 6,2 Milliarden Euro betragen. Nun will die Kommission in Brüssel die Suche nach neuen Absatzmärkten mit 30 Millionen Euro fördern. Pekka Pesonen, Generalsekretär des Verbands europäischer Landwirte und landwirtschaftlicher Betriebe, ist zuversichtlich, dass sich der Export in Länder wie Kanada, die USA, Japan, Südkorea oder China erhöhen ließe. Weitere 30 Millionen Euro an Hilfen sollen nach den Plänen der Kommission von den Mitgliedsstaaten sowie von privaten Initiativen zur Verfügung gestellt werden.