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Bioprinting - Die künftige Vorratskammer für Spenderorgane

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Bioprinting - Die künftige Vorratskammer für Spenderorgane

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Mit 3D-Biodruckern wollen Wissenschaftler in naher Zukunft Organe im Labor herstellen, es wäre eine schier unerschöpfliche Vorratskammer für Spenderorgane. Noch ist es nicht so weit. Mit den Eigenschaften der sogenannten biologischen Tinte, die beim Druck von menschlichem Gewebe zum Einsatz kommt, beschäftigt sich ein US-amerikanisches Forscherteam an der Medical University of South Carolina gemeinsam mit chinesischen Kollegen von der Zhejiang Universität.

Michael Yost, Forscher: “Das breite Spektrum unserer Untersuchungen nennt sich Biofabrication. Das bedeutet ganz einfach den Einsatz grundlegender Fertigungsverfahren des Tissue-Engineering zur Herstellung neuer Gewebe und Gewebebestandteile.”

Biologische Tinte enthält menschliche Zellen, mit denen die Gewebestruktur Tropfen für Tropfen auf dem Reagenzglas aufgebaut wird. Bis heute ist es noch nicht möglich, aus mehreren Gewebetypen bestehende Organe zu drucken. Versucht wird bislang, durch den Druckvorgang relativ grobe Zellaggregationen aufzubauen, die anschließend durch biologische Selbstorganisation zu Organen reifen. Ein wesentliches Problem ist die Erzeugung eines funktionstüchtigen Blutgefäßsystems.
Dennoch sind Biodrucker seit den ersten Modellen vor rund 10 Jahren deutlich vorangekommen.

Michael Yost, Forscher: “Der 3D-Biodrucker ist ein aufregendes Forschungsgebiet. Mit unserem Gerät ist es möglich, mikrovaskuläre Netzwerke zu schaffen, die wir zu neuen Geweben wachsen lassen, wie Bauschspeicheldrüse, Leber und Niere.”

Die Forscher sind überzeugt, dass mit dem Bioprinter erzeugte Organe eines Tages Spenderorgane ersetzen können. Mit körpereigenen Implantaten wäre auch das Problem der Abstoßung durch das Immunsystem des Empfängers gelöst.