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Ebola-Epidemie - Pharmaforscher beschleunigen Impfstoff-Testprogramm

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Ebola-Epidemie - Pharmaforscher beschleunigen Impfstoff-Testprogramm

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Die US-Pharmafirma Johnson & Johnson will ein Ebola-Impfstoff-Programm beschleunigen – der Stoff hatte in vorklinischen Studien vielversprechende Ergebnisse geliefert. Klinische Studien am Menschen sollen Anfang 2015 beginnen, statt – wie geplant – fast ein Jahr später.

Die Therapie besteht aus zwei Impfstoffkomponenten der Johnson & Johnson Crucell NV und des dänischen Biotech-Unternehmens Bavarian Nordic. Beide entwickeln Impfstoffe gegen sogenannte Filoviren, einschließlich Ebola. Der Kombinationsimpfstoff der beiden Unternehmen zielt auf die Zaire-Variante des Virus, die den aktuellen Ausbruch in Westafrika ausgelöst hat. Wann der Impfstoff frühestens verfügbar sein werde, könne man noch nicht sagen, so Johnson & Johnson.

Ebola-Kranke können bisher nicht wirksam behandelt werden, einen zugelassenen Impfstoff gibt es nicht.

Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO):

“Diese Ebola-Epidemie ist die größte, schwerste und komplexeste, die wir je in der fast 40-jährigen Geschichte dieser Krankheit erlebt haben. Niemand kann sich an etwas Ähnliches erinnern, auch Leute mit hautnaher Erfahrung während der Ausbrüche der Jahre 1976 und 1995 nicht.”

Der Ebola-Erreger war zuerst in Guinea aufgetaucht. Inzwischen sind auch Liberia, Sierra Leone, Nigeria und Senegal betroffen. Bis Ende August registrierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 1.900 Tote und 3.069 bestätigte und Verdachtsfälle. Die Dunkelziffer dürfte hoch sein.

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su mit dpa