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NATO berät über Krisenherde

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NATO berät über Krisenherde

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Im walisischen Newport sind die Staats- und Regierungschefs der NATO zu ihrem Gipfeltreffen eingetroffen. Auf der Agenda stehen unter anderem die Krisenherde in der Ukraine und in Syrien. Ein wichtiges Thema ist zudem die Lage im Irak. US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron hatten im Vorfeld des Gipfels ihre Entschlossenheit im Kampf gegen die dschihadistische IS-Miliz unterstrichen.

Welche Rolle die NATO dabei spielen könnte, erklärt Jan Techau, Direktor der Denkfabrik Carnegie Europe:
“Wenn eine militärische Intervention des Westens notwendig sein sollte, dann ist die große Frage, ob die NATO eine große Rolle dabei spielen wird oder nicht. Ich schätze eher nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich eine Koalition von Mitgliedsstaaten, die sich beteiligen wollen, bilden könnte – aber ohne dass NATO-Strukturen genutzt werden.”

Voraussichtlich werden die 28 Mitgliedsstaaten dem Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe zustimmen, die innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit sein soll. Aber das könnte nicht ausreichen, wie unser Korrespondent James Franey beim Gipfel in Wales erklärt: “Es herrscht hier breite Übereinstimmung, dass Militärschläge nicht ausreichen werden, um die IS-Miliz zu bremsen. Obama und Cameron werden Unterstützung in der Region suchen müssen. Aber einige sagen, das Problem könnte nicht ohne Hilfe aus dem Iran und vom syrischen Präsidenten Assad gelöst werden.”