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Mögliche Milliardenzahlung für BP: US-Regierung erfreut über "Deepwater-Horizon"-Urteil

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Mögliche Milliardenzahlung für BP: US-Regierung erfreut über "Deepwater-Horizon"-Urteil

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Mehr als vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko hat ein US-Richter die Firma BP erneut zu möglichen Milliardenzahlungen verurteilt. BP habe damals “grob fahrlässig” und “rücksichtslos” gehandelt, so der Richter. Die US-Regierung zeigte sich “erfreut” über die Entscheidung. Sie hatte den britischen Konzern zusammen mit fünf Bundesstaaten verklagt.

Laut Justizminister Eric Holder hat das Urteil Signalwirkung: “Dieser Fall wurde von den Vereinigten Staaten und einem Team aus exzellenten Anwälten energisch verfolgt. Er ist ein weiterer wichtiger Fortschritt bei den Bemühungen des Justizministeriums, dem amerikanischen Volk bei dieser Katastrophe Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Wir sind zuversichtlich, dass das eine starke Abschreckung für jeden ist, der versucht ist, Sicherheit und Umwelt für Profit zu opfern.”

Hintergrund der Klage ist der sogenannte “Clean Water Act”, ein US-Gesetz zur Wasserreinhaltung. BP trage die Hauptschuld für die Katastrophe, so das Gericht. Über die Höhe der Strafe wurde noch nicht entschieden. Sie könnte sich laut Experten auf bis zu 18 Milliarden Dollar belaufen. Der Konzern kündigte an, das Urteil anzufechten.

Bei der schlimmsten Ölpest in der Geschichte der USA traten mehrere Hundert Millionen Liter Erdöl aus. Fischfang und Tourismus an der US-Golfküste wurden schwer geschädigt. Elf Menschen starben.