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Russlands EU-Botschafter Tschischow: Auf der Krim wurde ein Fehler berichtigt

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Russlands EU-Botschafter Tschischow: Auf der Krim wurde ein Fehler berichtigt

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Über die Waffenruhe und die derzeitige Lage im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sprachen wir mit dem EU-Botschafter Russlands in Brüssel, Wladimir Tschischow.

euronews:
“Herr Botschafter, welches ist die Position der Regierung Ihres Landes angesichts des jüngsten Waffenstillstands? Wie kann Russland helfen, dass die Waffenruhe respektiert wird?”

Wladimir Tschischow:
“Ich will hoffen, dass sie hält! Die Schwierigkeiten mit den bisherigen Versuchen bestanden darin, dass sich unglücklicherweise jene, die den Waffenstillstand erklärten, nicht daran hielten. Weil sie ihn nicht wirklich wollten und weil sie sich vermutlich nicht daran halten konnten. Dieses Problem wird es auch weiterhin geben, denn einige der Kontingente, die auf der Seite der ukrainischen Regierung im Osten des Landes kämpfen, sind der Regierung nicht wirklich unterstellt. Es handelt sich um private Sicherheitstruppen, die von ukrainischen Oligarchen finanziert und geführt werden.”

euronews:
“Russland hat immer gehofft und gewünscht, dass sich die NATO von seinen Grenzen und von der Region fernhält. Inzwischen ist die NATO genötigt, dort Fuß zu fassen.”

Wladimir Tschischow:
“Ich würde das anders ausdrücken: Die Lage in der Ukraine ist vermutlich für die NATO der Vorwand, um diesen Weg fortzusetzen. Die Lage hat der Allianz einen neuen Impuls gegeben, den sie nicht wirklich verdient.”

euronews:
“Die Geschehen auf der Krim, die neuen Spannungen und die Krise in der Ukraine verbessern die Lage ganz und gar nicht. Man kann von Europa nicht erwarten, dass es sagt: Nun gut, nehmt euch die Krim, nehmt den Osten der Ukraine, wir werden stillhalten und zuschauen.”

Wladimir Tschischow:
“Hinsichtlich der Krim ist die Lage einzigartig: Ein historischer Fehler wurde berichtigt. In keiner anderen Angelegenheit in Europa oder sonstwo werden wir genauso vorgehen wie auf der Krim.”