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Waffenstillstand in der Ostukraine: NATO skeptisch

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Waffenstillstand in der Ostukraine: NATO skeptisch

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Im walisischen Newport ist der NATO-Gipfel zu Ende gegangen. Als Reaktion auf die Ukraine-Krise wird die Einsatzbereitschaft der NATO erhöht. Zentrales Element ist eine “Speerspitze” der schnellen Eingreiftruppe, vermutlich 3000 bis 5000 – Soldaten, die binnen zwei bis fünf Tagen in Einsatzbereitschaft versetzt werden können. Auf den Waffenstillstand für die Ostukraine reagierte das Bündnis mit Sekpsis:

“Ich würde ihn begrüßen, wenn die Ankündigung eines Waffenstillstandes einen ehrlichen Versuch, die Gewalt zu stoppen und einen konstruktiven politischen Dialog zu beginnen, darstellte”, sagte Rasmussen.

US-Präsident Barack Obama feierte den Waffenstillstand als Erfolg der Sanktionspolitik:

“Der einzige Grund dafür, dass wir einen Waffenstillstand in diesem Moment sehen, sind die Sanktionen, sowohl die, die schon gelten und die Androhung weiterer Sanktionen, die schon eine echte Auswirkung auf die russische Wirtschaft haben und die Russland auf eine Art und Weise isoliert haben, wie wir das schon seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben”, sagte Obama.

Die Aussichten für einen dauerhaften Waffenstillstand beurteilte Obama allerdings zurückhaltend.

“Mit der Instabilität an ihrer Ostgrenze und der Bedrohung durch islamistische Extremisten aus dem Süden wurde der NATO, die schon mal als Relikt des Kalten Krieges abgeschrieben wurde, neues Leben eingehaucht. Der Test wird für die Verbündeten nun sein, ob sie ihren Worten Taten folgen lassen”, kommentiert der euronews-Reporter in Newport.