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„Im Kampf gegen die Dschihadisten brauchen wir Bodentruppen“

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„Im Kampf gegen die Dschihadisten brauchen wir Bodentruppen“

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In Washington waren die ersten Reaktionen auf den NATO-Gipfel positiv. Kommentatoren betonten die Bereitschaft der europäischen Verbündeten, sich zu weiteren Anstrengungen, was militärische Aktionen angeht, zu verpflichten. Für Sandy Berger, unter Präsident Bill Clinton nationaler Sicherheitsberater, ist es wichtig, die Sicherheit der baltischen Staaten zu gewährleisten und Standhaftigkeit gegen Putins Aggression in der Ukraine zu zeigen.

“Solange es keine politische Lösung gibt, die das Gebiet wieder ukrainischer Kontrolle unterstellt, müssen wir die Sanktionen erhöhen. Wir müssen der Ukraine helfen, sich selbst zu verteidigen, und wir dürfen nicht zulassen, dass die Situation sich zu einem Sieg für Putins Aggression entwickelt”, sagte Berger.

Das zweite große Thema war der Kampf gegen die Dschihadisten im Nahen Osten. Berger glaubt nicht, dass Luftangriffe ausreichen:

“Natürlich gibt es da eine militärische Dimension. Mit Luftangriffen können wir einigen Schaden anrichten, aber letztlich muss es Bodentruppen geben, um die ISIS zurückzudrängen. Das heißt, wir brauchen eine starke irakische Armee, die in den vergangenen Jahren ziemlich erodiert ist. Wir müssen sie wiederaufbauen”, meint Berger.

In den vergangenen Wochen haben Meinungsumfragen ergeben, dass die amerikanische Öffentlichkeit nicht gewillt ist, sich in einen weiteren Sumpf im Nahen Osten ziehen zu lassen.

“Unter den Außenpolitikern in Washington ist die Auffassung weit verbreitet, dass der NATO-Gipfel einigermaßen erfolgreich war. Präsident Obama, der zunächst gezögert hat, war in der Lage alle Elemente zusammenzufügen, um sich Aggressoren, namentlich Russland und der ISIL , entgegenzustellen. Jetzt muss er noch die amerikanische Öffentlichkeit und den Kongress überzeugen”, kommentiert der euronews-Korrespondent in Washington.