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Behindertengerechtes Auto mit Frontaleinstieg

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Behindertengerechtes Auto mit Frontaleinstieg

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“Elbee” ist ein Auto speziell für Rollstuhlfahrer und wurde von tschechischen Ingenieuren entwickelt. Der große Vorteil des handlichen Kleinwagens besteht darin, dass er Menschen mit Behinderungen mehr Autonomie verleiht. Der Fahrer gelangt direkt im Rollstuhl in sein Gefährt.
Der Einstieg erfolgt über eine nach oben schwingende Vordertür mit Rampe, die sich per Fernsteuerung öffnet und schließt. Vom ersten Konzeptfahrzeug bis zum straßentauglichen Flitzer vergingen gut zehn Jahre, erklärt Projektmanager Ladislav Brázdil.

“Die Vollendung der technischen Details und der Sicherheitselemente dauerte gut drei Jahre. Und im vergangenen Jahr haben wir an den letzten Details gefeilt, damit das Auto sämtlichen Ansprüchen von Rollstuhlfahrern gerecht wird.”

Das Fahrzeug wiegt gut 400 Kilogramm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 80 Stundenkilometern. Der Wagen ist knapp 2 Meter 50 lang und 1 Meter 30 breit. Die kompakten Maße ermöglichen das Parken längs des Gehwegs. Der Rollstuhlfahrer muss nicht auf der Straße, sondern kann direkt auf dem Bürgersteig aussteigen. Das Urteil des Testfahrers Frantisek Trunda:

“Ich bin zufrieden, weil das Auto mehr Unabhängigkeit und Bewegungsfreiheit bedeutet. Noch vor einigen Jahren musste ich meine Frau bitten, mich durch die Gegend zu fahren. Heute sitze ich selbst hinter dem Steuer und fahre, wohin ich will.”

Im Fond des Fahrzeugs ist sogar Platz für einen Mitfahrer. Der Elbee wurde für die Nutzung im Straßenverkehr zugelassen. 2013 begann die Serienproduktion, fürs Erste nur für den tschechischen Markt. Kostenpunkt: immerhin gut 15.000 Euro.