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Französischer Betrüger Kerviel nach nur vier Monaten frei

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Französischer Betrüger Kerviel nach nur vier Monaten frei

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Nach nur vier Monaten Haft ist der als Milliardenzocker bekanntgewordene Börsenhändler Jérôme Kerviel entlassen worden. Der 37-Jährige kam unter der Bewährungsauflage frei, bis Juni 2015 eine elektronische Fußfessel zu tragen. Den wartenden Journalisten sagte Kerviel, er sei sehr froh, heute aus dem Gefängins frei zu kommen. Auch für seine Familie sei es eine Erleichterung. In Freiheit könne er besser für sein Recht kämpfen. Kerviels Anwalt David Koubi sagte: “Es ist höchste Zeit, dass die Öffentlichkeit und die Presse verstehen, dass es keine Affäre Kerviel gibt, sondern eine Affäre Societe Generale. Denn unsere Kanzlei hat Klagen eingereicht.”

Der ehemalige Angestellte der Großbank Societe Generale soll einen Schaden von knapp fünf Milliarden Euro verursacht haben – mit seinen hochriskanten Transaktionen, die er vor seinen Vorgesetzten geheimhielt. Eigentlich hätte Kerviel bis September 2016 im Gefängnis bleiben müssen. Wegen Untreue, Dokumentenfälschung und Manipulation von Computerdaten war er ursprünglich zu drei Jahren Haft verurteilt worden, zwei weitere waren zur Bewährung ausgesetzt gewesen.